Die Deutschen Meisterschaften, die Anfang Juli in Nürnberg stattfanden, sollten für mich äußerst erfolgreich verlaufen. Doch an dieser Stelle erst einmal der Reihe nach…
Für mich waren diese Meisterschaften im Vorhinein schon etwas besonderes. Denn ich fuhr als Jahresbester nach Nürnberg, in das Stadion, was mir schon 2006 bei der DLV-Gala außerordentlich gut gefallen hat. Und so reiste ich mit großer Motivation und vielen Hoffnungen Freitag Mittag nach Nürnberg an.
Als wir Freitag Abend schon einmal kurz ins Stadion fuhren, um uns die Fahrt ein wenig aus den Knochen zu laufen, ahnte ich noch nicht, dass mich dieses kurze Lockern noch bis zum nächsten Tage begleiten würde. Denn ich verknackte mir beim Dehnen ein wenig das Knie, was mir zuerst keine Sorgen bereitete, denn ich konnte normal laufen und hatte auch so keine Schmerzen. Das sollte sich dann allerdings in der Nacht und Samstag morgen ändern. Also fuhren wir etwas früher ins Stadion, um den HLV-Physio einen Blick aufs Knie werfen zu lassen. Kurz gesagt, das Knie bereitete mir so einiges an Kopfzerbrechen, und auch bis ca eine halbe Stunde vor der Call-Room-Zeit war ich mir noch nicht sicher laufen zu können. Aber Norbert Müller als HLV-Physio hat mich super wieder aufgebaut. An dieser Stelle an Ihn noch einmal ein riesengroßer Dank!!!
So absolvierte ich dann also meinen Vorlauf, etwas durchs Knie abgelenkt, erstaunlich ruhig und zog als Vorlaufsieger sicher in den Endlauf ein.
Der nächste Tag wurde dann zu einem der wohl erfolgreichsten in meiner bisherigen Sportkarriere. Ich fühlte mich Sonntag Morgen schon frisch und gut, und wusste das es ein guter Lauf werden könnte. Auch die Vorbereitung auf den Lauf lief dann sehr positiv, und so ging es hochmotiviert ins Stadion und schließlich in den Startblock. Mit der roten Startnummer als Jahresschnellster “gekennzeichnet” galt ich zumindest als Mitfavorit, aber ich wusste das auch Thomas Goller und Christian Duma ein Wort mitreden konnten. Aber ich konzentrierte mich vor allem auf mein Rennen und auf meinen Rhythmus, was auch perfekt gelang. Obwohl Thomas Goller auf der Bahn vor mir startend ein wahnsinniges Tempo vorlegte, ließ ich mich nicht beirren und überzog vorne nicht das Tempo. Leider verletzte sich Christian Duma an der 6ten Hürde so dass es auf der Zielgerade “nur noch” zu einem Zweikampf kam. Hier machte sich mein eingeteiltes Tempo dann bezahlt und ich konnte in neuer persönlicher Bestleistung von 50,81s den Sieg erringen und wurde
Deutscher Meister 2008
Es war und ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, und ich bin immer noch wahnsinnig glücklich. Viele meinten zu mir, ich hätte in dieser Zeit ein Dauergrinsen im Gesicht gehabt, und ich denke da werden sie wohl nicht Unrecht gehabt haben. Dieses Wochenende und den Titelgewinn werde ich wohl, genau wie meinen Lauf beim DKB-Istaf in einem ausverkauften Berliner Olympiastadion dieses Jahr, nie wieder vergessen.
An dieser Stelle möchte ich mich dann auch einmal bei allen bedanken, die mich immer unterstützt haben und die auch vor allem immer an mich geglaubt haben. Vor allem seien hier meine Trainerin und meine Eltern genannt, ohne die das alles so sicher nicht möglich gewesen wäre.
VIELEN DANK!!!
Das Video von meinem Endlauf werdet Ihr in Kürze in der Video-Rubrik finden.
Dies soll die erste “kleine” News und quasi die offizielle Einweihung dieser Page sein. Ab sofort werde ich Euch dann regelmäßig mit meinen Beiträgen und Geschichten (hoffentlich) erfreuen!
Gruß Birger

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